Gladbachs Leistungsabfall gegen Paderborn: Blessins Erklärung wirft Fragen auf!

Borussia Mönchengladbach wollte nach zwei Pflichtspielsiegen gegen den SC Paderborn den nächsten Erfolg feiern. 

Doch beim 0:0 am 31. Oktober 2026 zeigte die Mannschaft von Alexander Blessin zwei unterschiedliche Gesichter. Besonders der deutliche Leistungsabfall nach der Halbzeit wirft Fragen auf.

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Alexander Blessin verweist auf die hohe Belastung

Drei Pflichtspiele innerhalb von acht Tagen: Borussia Mönchengladbach hatte ein anspruchsvolles Programm hinter sich. Nach dem 3:2-Auswärtssieg beim VfB Stuttgart folgte der 2:0-Pokalerfolg gegen den Karlsruher SC. Gegen Paderborn sollte der positive Trend fortgesetzt werden.

Trainer Alexander Blessin sah in der körperlichen Beanspruchung einen wichtigen Grund für den Leistungsabfall.

Nach seinen Aussagen fehlten der Mannschaft in der zweiten Halbzeit insbesondere die Aktivität, der Zugriff auf den Gegner und die notwendige Präsenz bei zweiten Bällen.

Dabei hatte Borussia vor der Pause durchaus überzeugt. Besonders in der Schlussphase der ersten Halbzeit erspielten sich die Gladbacher mehrere gute Torchancen.

Warum verlor Gladbach nach der Pause die Kontrolle?

Die Spielstatistik verdeutlicht den Unterschied zwischen beiden Halbzeiten.

Während Borussia vor dem Seitenwechsel gefährlicher wurde, übernahm Paderborn anschließend zunehmend die Initiative.

Die Gäste erreichten nach der Pause rund 61 Prozent Ballbesitz. Über die gesamte Begegnung kam Gladbach lediglich auf etwa 43 Prozent.

Besonders auffällig war, dass Borussia immer seltener längere eigene Angriffe aufbauen konnte.

Die Mannschaft zog sich zurück, spielte ungenauer und verlor wichtige Zweikämpfe im Mittelfeld.

Auch Robin Hack kritisierte nach der Begegnung die zu passive Spielweise seiner Mannschaft.

Damit stellt sich eine entscheidende Frage: War der Leistungsabfall ausschließlich körperlich bedingt oder fehlten Borussia auch spielerische Lösungen?

Die Belastung erklärt nicht alles

Blessins Argument ist nachvollziehbar. Gerade das Pokalspiel gegen Karlsruhe, in dem Borussia lange in Unterzahl agieren musste, dürfte zusätzliche Kräfte gekostet haben.

Allerdings hatte auch der SC Paderborn eine intensive Woche hinter sich. Die Ostwestfalen waren ebenfalls im DFB-Pokal gefordert und hatten gegen den VfB Stuttgart gespielt.

Paderborns Trainer Ralf Kettemann nahm anschließend sechs Veränderungen an seiner Startelf vor. Blessin wechselte vier Spieler.

Die unterschiedliche personelle Rotation könnte ein Faktor gewesen sein. Ob sie tatsächlich den Ausschlag gab, lässt sich daraus allerdings nicht beweisen.

Entscheidend erscheint vielmehr, dass Gladbach nach der Pause keine ausreichende Antwort auf das zunehmend selbstbewusste Auftreten des Aufsteigers fand.

Defensive Stabilität als positiver Ansatz

Trotz aller Kritik gab es einen Fortschritt.

Borussia blieb erstmals in dieser Bundesligasaison ohne Gegentor. Nach sechs Niederlagen zum Saisonbeginn ist diese defensive Stabilisierung ein wichtiger Schritt.

Allerdings darf das torlose Unentschieden nicht darüber hinwegtäuschen, dass Gladbach weiterhin auf den ersten Bundesliga-Heimsieg wartet.

Mit lediglich vier Punkten nach acht Spieltagen blieb die Mannschaft Tabellenletzter.

Was muss sich vor dem HSV-Spiel ändern?

Am 6. November wartet mit dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV die nächste Herausforderung.

Blessin muss vor allem daran arbeiten, dass seine Mannschaft auch bei nachlassenden Kräften handlungsfähig bleibt.

Dazu gehören eine bessere Kontrolle im Mittelfeld, mehr Sicherheit im Passspiel und Lösungen gegen gegnerisches Pressing.

TorElf-Fazit: Die hohe körperliche Belastung kann den Leistungsabfall gegen Paderborn teilweise erklären. Sie sollte jedoch nicht als alleinige Ursache betrachtet werden. Borussia muss lernen, auch schwierige Spielphasen aktiv zu gestalten. Denn im Abstiegskampf reichen einzelne überzeugende Halbzeiten auf Dauer nicht aus.

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