Borussia Mönchengladbach – Paderborn 0:0: Drei Schlüsselszenen und die Analyse.
Borussia Mönchengladbach kommt gegen den SC Paderborn nicht über ein 0:0 hinaus.
Nach zwei Pflichtspielsiegen enttäuschen die Fohlen besonders in der zweiten Halbzeit. Unsere TorElf-Analyse zeigt drei entscheidende Schlüsselszenen und erklärt, warum Borussia weiterhin Tabellenletzter bleibt.
Borussia verpasst den nächsten Befreiungsschlag
Nach dem 3:2-Auswärtssieg beim VfB Stuttgart und dem 2:0-Pokalerfolg gegen den Karlsruher SC war die Hoffnung groß. Gegen Aufsteiger Paderborn sollte endlich der erste Bundesliga-Heimsieg der Saison gelingen.
Doch vor 51.581 Zuschauern im Borussia-Park zeigte die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten.
Während Gladbach vor der Pause mehrere gute Torchancen herausspielte, fehlten nach dem Seitenwechsel zunehmend Mut, Tempo und spielerische Lösungen.
Am Ende stand ein enttäuschendes 0:0. Mit nur vier Punkten aus acht Spielen bleibt Borussia Schlusslicht der Bundesliga.
Erste Schlüsselszene: Scally trifft – doch der VAR greift ein
In der 36. Minute schien Borussia endlich auf die Siegerstraße einzubiegen.
Nach einer Hereingabe von Lukas Ullrich und einer abgefälschten Flugbahn beförderte Joe Scally den Ball per Hinterkopf ins Paderborner Tor.
Doch die Freude hielt nicht lange. Nach Überprüfung durch den Videoassistenten wurde der Treffer wegen einer regelwidrigen Behinderung von Torwart Nahuel Noll aberkannt.
Die Entscheidung war regeltechnisch nachvollziehbar.
Für Gladbach war diese Szene dennoch bitter. Gerade in einer schwierigen sportlichen Situation hätte eine Führung zusätzliche Sicherheit geben können.
Zweite Schlüsselszene: Gladbach lässt die Führung liegen
Kurz vor der Halbzeit hatte Borussia die nächste große Gelegenheit.
Zunächst scheiterte Fabio Chiarodia mit einem Kopfball am stark reagierenden Nahuel Noll.
In der Nachspielzeit tauchte Scally nach einem Zuspiel von Shūto Machino frei vor dem Paderborner Tor auf. Statt auf den mitgelaufenen Wael Mohya querzulegen, entschied er sich für den eigenen Abschluss.
Noll parierte erneut.
Diese vergebene Möglichkeit war symptomatisch: Borussia erarbeitete sich Chancen, nutzte sie aber nicht konsequent genug.
Zur Pause hätte Gladbach durchaus führen können.
Dritte Schlüsselszene: Paderborn übernimmt die Kontrolle
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Spiel deutlich.
Paderborn stellte die Gladbacher Außenbahnen besser zu und erschwerte den Spielaufbau. Borussia verlor zunehmend die Kontrolle über das Mittelfeld.
Zwar sorgte Mohya in der 70. Minute mit einem starken Sololauf noch einmal für Gefahr, doch Mattes Hansen blockte seinen Abschluss.
In der Nachspielzeit hätte Paderborn sogar gewinnen können. Nach einem Gladbacher Ballverlust kam Rayan Philippe gefährlich zum Abschluss. Anschließend verhinderte Torwart Daniel Batz mit einer Parade gegen Hansen die Niederlage.
Aus einem möglichen Heimsieg wäre beinahe die nächste Pleite geworden.
TorElf-Analyse: Warum Gladbach weiterhin Probleme hat
Besonders ernüchternd waren die statistischen Werte.
Borussia kam lediglich auf rund 43 Prozent Ballbesitz und eine Passquote von unter 78 Prozent.
Auch die Expected Goals verdeutlichen das Problem: Gladbach erreichte 1,2 xG, Paderborn 0,78 xG.
Die Fohlen hatten damit insgesamt die besseren rechnerischen Torchancen, konnten daraus aber keinen Treffer erzielen.
Entscheidender als die vergebenen Möglichkeiten war allerdings der Leistungsabfall nach der Pause. Borussia reagierte zu wenig auf Paderborns taktische Anpassungen und verlor den Zugriff auf das Spiel.
Fazit: Ein Punkt reicht Borussia nicht
Das 0:0 gegen Paderborn ist nach den jüngsten Erfolgen ein Rückschritt.
Die Mannschaft zeigte durchaus, dass sie Chancen herausspielen kann. Doch fehlende Konsequenz vor dem Tor und zunehmende Unsicherheit im Spielaufbau verhinderten den erhofften Heimsieg.
Alexander Blessin muss vor allem daran arbeiten, dass seine Mannschaft über 90 Minuten mutig und aktiv bleibt.
Am 6. November wartet mit dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
TorElf meint: Ein Punkt ist besser als eine Niederlage. Aber wer die Abstiegsplätze verlassen will, muss gerade gegen direkte Konkurrenten über die gesamte Spielzeit überzeugen.
Wie bewertet ihr das 0:0 gegen Paderborn? War die Chancenverwertung entscheidend oder der fehlende Mut nach der Pause? Diskutiert mit uns bei TorElf!

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