Gladbachs Kader in der Kritik: Warum Blessin trotzdem von seiner Mannschaft überzeugt ist.
Alexander Blessin hat sich überraschend deutlich zur Qualität des Kaders von Borussia Mönchengladbach geäußert.
Während nach dem schwachen Saisonstart zunehmend über die Zusammenstellung der Mannschaft diskutiert wird, sieht der neue Trainer offenbar genügend Potenzial.
Blessin lobt Qualität und Breite
Blessin hält den Gladbach-Kader nicht nur qualitativ für gut besetzt. Er hebt auch die Breite hervor – und dabei insbesondere die Offensive.
Das ist eine bemerkenswerte Aussage angesichts der aktuellen Diskussion rund um Borussia. Nach vier Niederlagen zum Bundesliga-Start und bereits 16 Gegentoren stehen nicht nur die bisherigen Leistungen, sondern auch die Qualität und Ausgewogenheit des Kaders in der Kritik.
Wie groß die Skepsis ist, zeigt eine von GladbachLive aufgegriffene Bild-Umfrage. Mehr als 12.600 Menschen nahmen daran teil. 56 Prozent waren der Ansicht, dass mit dieser Mannschaft kein Trainer erfolgreich sein könne.
Blessin bewertet die Möglichkeiten seines Teams offensichtlich positiver.
Gladbach besitzt unterschiedliche Offensivoptionen
Gerade offensiv kann der neue Trainer tatsächlich auf unterschiedliche Spielertypen zurückgreifen. Unter anderem stehen Robin Hack, Franck Honorat und Hugo Bolin zur Verfügung. Hinzu kommen junge Spieler, die sich unter dem neuen Trainer weiterentwickeln könnten.
Eine wichtige Rolle dürfte außerdem Tim Kleindienst spielen. Findet der Kapitän nach seiner Pause wieder zu seiner früheren Form, würde das Borussias Offensive zusätzliche Qualität geben.
Die größere Baustelle liegt derzeit allerdings an anderer Stelle.
16 Gegentore zeigen Gladbachs Problem
Borussia hat in den ersten vier Bundesligaspielen bereits 16 Treffer kassiert. Blessin selbst hat deshalb nach seinem Amtsantritt deutlich gemacht, dass die Mannschaft defensiv stabiler werden muss.
Im Training setzt er auf Intensität, aggressives Pressing und konsequentes Arbeiten gegen den Ball.
Beim 3:0 im Testspiel gegen die Sportfreunde Siegen ließ Blessin Borussia bereits in einem 3-4-3 spielen. Ob die Dreierkette auch langfristig seine bevorzugte Formation wird, ist damit allerdings noch nicht entschieden.
Zusätzliche Probleme gibt es im zentralen Mittelfeld. Jens Castrop fällt aufgrund seiner Schulterverletzung weiterhin aus und fehlt Borussia damit auf einer wichtigen Position.
Blessins Aussage erhöht den Druck auf die Mannschaft
Die positive Bewertung des Kaders ist gleichzeitig eine interessante Botschaft an seine Spieler.
Wenn der Trainer öffentlich von ausreichender Qualität und Breite spricht, kann die sportliche Krise nicht ausschließlich mit der Zusammenstellung der Mannschaft erklärt werden.
Blessin scheint überzeugt zu sein, aus dem vorhandenen Personal deutlich mehr herausholen zu können.
Ob ihm das gelingt, werden die kommenden Spiele zeigen.
Wie bewertet ihr den Gladbach-Kader? Ist genügend Qualität vorhanden und muss Blessin sie nur richtig nutzen – oder fehlen Borussia auf entscheidenden Positionen die passenden Spieler? Schreibt eure Meinung bei TorElf.

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