Borussias Mittelfeld unter Druck: So kann Gladbach mehr Kontrolle im Spielaufbau gewinnen.

Borussia Mönchengladbach steht unter Alexander Blessin nicht nur defensiv vor einer anspruchsvollen Aufgabe. 

Auch im Spiel mit dem Ball gibt es eine entscheidende Baustelle: Wie schafft es die Mannschaft, das Mittelfeld kontrolliert zu überspielen und den Ball regelmäßig in gefährliche Räume zu bringen?

Dabei wäre es zu einfach, lediglich nach einem neuen klassischen Spielmacher zu suchen. Gladbach benötigt vielmehr eine funktionierende Verbindung zwischen Defensive und Offensive.

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Nach dem Reitz-Abgang fehlt ein wichtiges Profil

Der Abgang von Rocco Reitz hat die Situation im Gladbacher Mittelfeld verändert. Reitz war kein klassischer Zehner, brachte aber Eigenschaften mit, die im modernen Spielaufbau enorm wertvoll sind: Dynamik, Laufstärke, Intensität und die Bereitschaft, den Ball nach vorne zu tragen.

Genau diese Verbindung muss Borussia nun neu herstellen.

Alexander Blessins Spielidee verlangt schließlich mehr als sichere Querpässe. Nach Ballgewinnen soll möglichst schnell Raum überwunden werden. Gleichzeitig müssen sich die zentralen Mittelfeldspieler so positionieren, dass Borussia auch gegen gegnerisches Pressing Lösungen findet.

Stöger und Neuhaus bieten unterschiedliche Lösungen

Kevin Stöger gehört zu den technisch stärksten Spielern im Gladbacher Kader. Seine Qualitäten liegen vor allem in seinem Passspiel, seinen Standards und seiner Fähigkeit, offensive Situationen vorzubereiten.

Florian Neuhaus bringt dagegen seine Erfahrung im Kombinationsspiel ein. Wenn er Räume findet und ausreichend Zeit am Ball bekommt, kann er Angriffe beschleunigen und Mitspieler zwischen den Linien einsetzen.

Das Problem: Blessins Fußball verlangt zusätzlich hohe Intensität gegen den Ball. Der ideale zentrale Mittelfeldspieler müsste deshalb Kreativität und Pressingresistenz mit Laufstärke und defensiver Arbeit verbinden.

Castrop und Leopold fehlen als Alternativen

Die aktuelle Personalsituation erschwert die Suche nach der richtigen Mischung zusätzlich. Jens Castrop steht wegen seiner Schulterverletzung derzeit nicht zur Verfügung. Enzo Leopold fällt nach seinem Kreuzbandriss langfristig aus.

Zento Uno bietet wiederum interessante Eigenschaften gegen den Ball. Laufstärke, Zweikampfführung und taktische Disziplin könnten ihn für Blessin wertvoll machen. Ob er allerdings auch dauerhaft die spielerische Verantwortung im Aufbau übernehmen kann, muss sich erst zeigen.

Gladbach braucht vielleicht keinen klassischen Zehner

Die entscheidende Erkenntnis könnte deshalb sein: Borussia benötigt möglicherweise überhaupt keinen einzelnen neuen Regisseur.

Viel wichtiger wäre eine klare Aufgabenverteilung im Mittelfeld. Ein Spieler sichert ab, ein zweiter verbindet die Mannschaftsteile und die offensiveren Akteure besetzen konsequent die Räume zwischen den gegnerischen Linien.

Gerade der Verbindungsspieler wäre dabei entscheidend. Er müsste unter Druck anspielbar bleiben, sich drehen können und anschließend mit einem vertikalen Pass oder einem eigenen Lauf Raum gewinnen.

Für Alexander Blessin besteht die Aufgabe deshalb nicht darin, einen neuen klassischen Spielmacher zu finden. Er muss ein Mittelfeld entwickeln, das gemeinsam für Kreativität und Kontrolle sorgt.

Wie würdet ihr Borussias Mittelfeld aufstellen? Wer sollte künftig die wichtigste Rolle im Gladbacher Spielaufbau übernehmen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare auf TorElf.

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