Blessins „Spinnen-Taktik“ bei Gladbach: So soll Borussia kompakter und aggressiver werden!

Alexander Blessin lässt immer deutlicher erkennen, welchen Fußball er bei Borussia Mönchengladbach etablieren möchte. Der neue Trainer setzt dabei vor allem auf Kompaktheit, geringe Abstände zwischen den Spielern und aggressives Verhalten bei möglichen Ballgewinnen. 

Blessin spricht selbst vom „Hunger auf Ballgewinne“. Für Gladbach könnte dieser Ansatz zu einem wichtigen Baustein auf dem Weg aus der sportlich schwierigen Situation werden.

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Blessin will ein kompaktes Gladbach

Im Mittelpunkt der taktischen Idee steht zunächst die Organisation gegen den Ball. Die einzelnen Mannschaftsteile sollen eng miteinander verbunden bleiben. Statt große Räume zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff entstehen zu lassen, möchte Blessin ein kompaktes Netz aufbauen.

Das Prinzip erinnert tatsächlich an ein Spinnennetz: Borussia soll gemeinsam verschieben, Räume verengen und auf den richtigen Moment warten, um den Gegner aggressiv unter Druck zu setzen.

Entscheidend ist dabei nicht nur die Intensität eines einzelnen Spielers. Funktionieren kann dieses System nur, wenn mehrere Gladbacher gleichzeitig reagieren. Wird der Gegner auf eine Seite gelenkt, muss die gesamte Mannschaft entsprechend nachschieben.

„Hunger auf Ballgewinne“ als neues Gladbach-Prinzip

Blessin verlangt dabei deutlich mehr Aggressivität. Sein geforderter „Hunger auf Ballgewinne“ beschreibt ziemlich genau, wohin die Reise gehen soll.

Gladbach soll nicht lediglich kompakt stehen und verteidigen. Die Mannschaft soll Situationen erkennen, in denen sie aktiv attackieren und den Ball zurückerobern kann.

Nach einem erfolgreichen Zugriff beginnt sofort die nächste Phase: das Umschalten.

Gerade nach Ballgewinnen befindet sich der Gegner häufig noch in einer offensiven Ordnung. Diese kurzen Momente will Borussia künftig konsequenter nutzen. Statt den Ball zunächst lange durch die eigenen Reihen laufen zu lassen, kann der direkte Weg Richtung gegnerisches Tor gesucht werden.

Dreierkette könnte unter Blessin wichtig werden

Auch bei der Grundordnung zeichnen sich erste Tendenzen ab. Blessin hat in seiner bisherigen Trainerkarriere verschiedene Systeme eingesetzt, bevorzugt jedoch grundsätzlich eine Dreierkette.

Im Gladbacher Training wurde bereits mit einem 3-4-1-2 gearbeitet. Auch im Testspiel gegen Sportfreunde Siegen setzte Blessin zunächst auf drei Spieler in der letzten Linie.

Wie dauerhaft diese Formation eingesetzt wird, bleibt abzuwarten. Entscheidend ist ohnehin weniger die Zahl der Verteidiger als das Zusammenspiel der gesamten Mannschaft.

Blessins System lebt davon, dass die Abstände stimmen und jeder Spieler weiß, wann er attackieren, absichern oder gemeinsam mit seinen Mitspielern verschieben muss.

Derby gegen Köln als wichtiger Test

Besonders interessant wird diese Entwicklung mit Blick auf das Derby gegen den 1. FC Köln.

Ein Derby bringt hohe Intensität, viele Zweikämpfe und enormen emotionalen Druck mit sich. Genau unter solchen Bedingungen muss sich zeigen, ob Blessins Idee bereits funktioniert.

Für Borussia geht es deshalb nicht nur darum, eine neue Formation einzustudieren. Blessin versucht, das Verhalten der gesamten Mannschaft zu verändern.

Kompaktheit, gemeinsames Verschieben, aggressiver Zugriff und schnelles Umschalten: Die ersten Konturen seiner Gladbach-Idee sind inzwischen deutlich zu erkennen.

Ob daraus schon kurzfristig eine stabile Borussia entsteht, muss der Bundesliga-Alltag zeigen. Doch Blessin hat zumindest klar formuliert, wie seine Mannschaft künftig auftreten soll.

Wie gefällt euch Blessins taktischer Ansatz? Kann diese Spielidee Borussia stabilisieren und im Derby gegen Köln funktionieren? Schreibt eure Meinung in die Kommentare bei TorElf.

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