Blessin wird deutlich: Diese drei Gladbach-Probleme müssen vor dem Derby weg.

Borussia Mönchengladbach steht vor einem Derby, das für den weiteren Saisonverlauf enorme Bedeutung bekommen könnte. Nach dem 1:1 im Testspiel beim FC St. Pauli hat Trainer Alexander Blessin deutlich gemacht, woran seine Mannschaft vor dem Duell beim 1. FC Köln noch arbeiten muss. Vor allem drei Punkte bereiten ihm Sorgen: Passivität, zu langsames Umschalten und zu viele zugelassene Torchancen.

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Guter Beginn – dann verliert Gladbach die Kontrolle

Dabei zeigte Borussia am Millerntor zunächst, wie Blessin sich den Fußball seiner Mannschaft vorstellt. Gladbach eroberte früh Bälle, schaltete schnell um und sorgte besonders bei Standards für Gefahr. Tim Kleindienst belohnte diese Phase mit seinem Führungstreffer.

Doch anschließend veränderte sich das Spiel. Borussia zog sich weiter zurück und überließ St. Pauli zunehmend die Initiative. Genau hier setzt Blessins Kritik an. Ein tieferer Block ist für den Trainer grundsätzlich kein Problem – fehlende Aktivität dagegen schon. Seine Forderung ist eindeutig: Auch wenn Gladbach tiefer verteidigt, muss die Mannschaft weiterhin aggressiv gegen den Ball arbeiten.

Problem 1: Zu viel Passivität

Für Blessin darf sich seine Mannschaft nach einer Führung nicht darauf beschränken, das Ergebnis zu verwalten. Gegen St. Pauli fehlte nach der starken Anfangsphase zunehmend der Zugriff.

Das ist mit Blick auf das Derby besonders wichtig. Blessins Spielidee basiert auf kompakten Abständen, aggressiven Ballgewinnen und schnellem Umschalten. Bereits zuvor hatte der Trainer erklärt, dass seine Mannschaft nach Ballgewinnen möglichst schnell Torgefahr entwickeln soll.

Problem 2: Umschaltspiel zu langsam

Genau dieses schnelle Spiel nach vorne funktionierte gegen St. Pauli nicht konstant. Blessin kritisierte, dass Borussia nach Ballgewinnen teilweise zu behäbig agierte.

Damit verschenkte Gladbach Situationen, in denen der Gegner noch ungeordnet war. Gerade im Derby können solche Momente entscheidend sein. Wer den Ball gewinnt, muss sofort erkennen, ob sich die Möglichkeit für einen schnellen Angriff bietet.

Problem 3: Gladbach lässt zu viele Chancen zu

Noch schwerer wiegt die defensive Anfälligkeit. Blessin bemängelte nach dem Test ausdrücklich die Anzahl der zugelassenen Torchancen. Hinzu kamen unnötige Ballverluste, durch die Borussia den Gegner zusätzlich ins Spiel brachte.

Das Problem ist nicht neu. Bereits in seinen ersten Tagen in Gladbach hatte Blessin fehlende Struktur und Disziplin angesprochen. Nun zeigte auch der St.-Pauli-Test, dass die Mannschaft diese Schwächen noch nicht vollständig abgestellt hat.

Blessin sieht trotzdem eine Basis für das Derby

Trotz aller Kritik gibt es auch positive Signale. Die erste halbe Stunde zeigte, dass Gladbach die Vorstellungen des neuen Trainers zumindest phasenweise umsetzen kann. Genau daran muss Blessin nun anknüpfen.

Das Derby beim 1. FC Köln wird damit zum ersten großen Prüfstein seiner Arbeit. Borussia braucht mehr Aktivität gegen den Ball, schnelleres Umschalten und deutlich mehr defensive Stabilität.

Die entscheidende Frage lautet: Schafft Blessin es rechtzeitig, aus einer guten halben Stunde eine Leistung über 90 Minuten zu machen?

TorElf-Fazit: Der Test gegen St. Pauli war kein Grund zur Panik, aber eine klare Warnung. Gladbach besitzt die Qualität für Blessins Fußball – vor dem Derby müssen jedoch genau die Fehler verschwinden, die der neue Trainer jetzt so deutlich angesprochen hat.

Wie bewertet Ihr Blessins Kritik? Sind Passivität und defensive Fehler aktuell Borussias größte Probleme? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare.

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