Sport Recife 2:0 Ponte Preta: Drei Schlüsselszenen bringen den Leão zurück ins Aufstiegsrennen.
Sport Recife hat die richtige Antwort gegeben. Nach zwei Niederlagen in Folge gewann der Leão in der Série B mit 2:0 gegen Ponte Preta und feierte damit einen gelungenen Neustart unter Mariano Soso. Vor 14.827 Zuschauern in der Ilha do Retiro kontrollierte Sport vor allem die erste Halbzeit und legte dort bereits den Grundstein für den Sieg. Drei Szenen waren aus meiner Sicht entscheidend.
Schlüsselszene 1: Ajul erzwingt die Führung
In der 25. Minute wurde Sport für seine aktivere Spielweise belohnt. Nach einem hohen Ball von Benevenuto tauchte Marcelo Ajul gefährlich im Strafraum auf und hob den Ball über Torhüter Vinícius Ferrari. Der Ball traf zunächst die Latte und sprang anschließend von Ponte-Verteidiger Diego Leão ins eigene Tor.
Auf dem Papier war es ein Eigentor. Für Sport war die Szene aber das Ergebnis des zuvor aufgebauten Drucks. Ajul setzte nach, ging entschlossen in den Strafraum und zwang Ponte Preta damit zum Fehler.
Das 1:0 veränderte die Partie. Sport bekam mehr Sicherheit, während beim Tabellenletzten die ohnehin vorhandene Verunsicherung deutlich zu erkennen war.
Schlüsselszene 2: Barletta bleibt eiskalt
Nur wenige Minuten später folgte die entscheidende Phase des Spiels. Biel drang über die linke Seite in den Strafraum ein und wurde von Lucas Cunha zu Fall gebracht. Nach Überprüfung durch den VAR wurde der Strafstoß bestätigt.
Chrystian Barletta übernahm Verantwortung – und verwandelte sicher zum 2:0. Es war bereits sein zehnter Treffer in dieser Série-B-Saison.
Gerade diese Konsequenz hat Sport in anderen Spielen zu häufig gefehlt. Diesmal nutzte der Leão die Schwächephase des Gegners und baute die Führung aus, anstatt Ponte Preta wieder ins Spiel kommen zu lassen.
Schlüsselszene 3: Thiago Couto verhindert neue Spannung
Nach der Pause hätte Sport die Partie endgültig entscheiden können. Perotti hatte früh eine gute Gelegenheit zum dritten Treffer, scheiterte jedoch an Vinícius Ferrari.
Dann kam Ponte Preta gefährlich vor das Tor. Miguel setzte einen Kopfball aufs Tor, doch Thiago Couto reagierte stark und verhinderte den Anschlusstreffer.
Vielleicht war genau diese Parade wichtiger, als es das Endergebnis vermuten lässt. Ein 2:1 hätte die Partie wieder geöffnet. Stattdessen blieb Sport zwei Tore vorne und konnte das Spiel anschließend wesentlich kontrollierter zu Ende bringen.
Ein Sieg – aber noch kein Grund zur Euphorie
Das 2:0 war verdient. Sport hatte mehr Spielkontrolle und ging mit der nötigen Konsequenz in die entscheidenden Situationen. Trotzdem sollte man das Ergebnis richtig einordnen: Ponte Preta steckt tief in der Krise und blieb auch in Recife ohne Sieg.
Für Mariano Soso war der Erfolg dennoch ein wichtiger Start. Sport steht nach 27 Spielen bei 41 Punkten und hat den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen wiederhergestellt.
Jetzt kommt es darauf an, diesen Sieg zu bestätigen. Gegen CRB wartet auswärts bereits die nächste Aufgabe. Wenn Sport tatsächlich noch einmal ernsthaft in den Kampf um den Aufstieg eingreifen will, müssen aus einzelnen guten Auftritten endlich konstante Ergebnisse werden.
Wie bewertet Ihr den 2:0-Sieg gegen Ponte Preta? War bereits eine Handschrift von Mariano Soso zu erkennen – und glaubt Ihr noch an den Aufstieg von Sport Recife? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare!

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