Kasper Hjulmand zu Borussia Mönchengladbach? So würde seine Spielidee zu Gladbach passen.

Nach dem Fehlstart von Borussia Mönchengladbach ist die Trainerdiskussion schneller zurückgekehrt, als es sich die Verantwortlichen gewünscht haben dürften. 

Nach dem 0:3 gegen RB Leipzig und dem bitteren 3:4 gegen den SV Elversberg wächst der Druck auf Eugen Polanski. In diesem Zusammenhang ist inzwischen auch der Name Kasper Hjulmand aufgetaucht. Eine konkrete Gladbacher Kontaktaufnahme ist derzeit allerdings nicht bekannt. Viel interessanter ist deshalb zunächst die Frage: Wie lässt Hjulmand eigentlich Fußball spielen – und würde seine Idee zur Borussia passen?

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Hjulmand steht nicht für ein starres System

Wer bei Kasper Hjulmand nach einer einzigen bevorzugten Formation sucht, wird kaum fündig. Der Däne hat während seiner Karriere unter anderem mit einem 4-3-3, 4-2-3-1, 3-4-3 und 3-4-2-1 gearbeitet. Auch während seiner Zeit bei Bayer Leverkusen nahm er Anpassungen vor und wechselte beispielsweise zeitweise vom 3-2-4-1 auf ein 4-2-2-2.

Entscheidend ist für Hjulmand also weniger die Formation auf dem Papier als die Besetzung der Räume. Schon während seiner Mainzer Zeit erklärte er, kein Freund starrer Systeme zu sein. Pressing, Aggressivität und die richtige Positionierung gehörten für ihn zu den Grundlagen seines Fußballs.

Ballbesitz – aber nicht um des Ballbesitzes willen

Hjulmands Mannschaften wollen den Ball haben. Bei Nordsjælland gehörten seine Teams regelmäßig zu den Mannschaften mit besonders hohen Ballbesitzwerten. Auch Dänemark versuchte unter ihm, Spiele zu kontrollieren.

Doch Hjulmands Fußball ist kein langsames Ballgeschiebe. Seine Mannschaften sollen nach Ballgewinnen schnell nach vorne spielen, Räume zwischen den gegnerischen Linien nutzen und gleichzeitig das Feld über Flügelspieler oder Wingbacks breit machen. Während seiner erfolgreichen Zeit mit Dänemark verband er kontrollierten Ballbesitz mit schnellen Umschaltmomenten.

Pressing und Gegen Pressing sind entscheidend

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das Verhalten unmittelbar nach einem Ballverlust. Bereits in Mainz bezeichnete Hjulmand Ballbesitz und Gegen Pressing als zentrale Erfolgsfaktoren. Seine Mannschaft soll möglichst schnell verhindern, dass der Gegner nach einer Balleroberung selbst ins Umschalten kommt.

Das ist aus Gladbacher Sicht besonders interessant.

Gerade beim 3:4 gegen Elversberg war nicht die Offensive Borussias größtes Problem. Drei eigene Tore müssen zu Hause normalerweise zumindest für Punkte reichen. Doch Gladbach verlor nach einer 3:1-Führung Kontrolle und defensive Stabilität. Genau diese Balance zwischen Angriff und Absicherung zählt zu den zentralen Aufgaben, die ein möglicher neuer Trainer lösen müsste.

Würde Hjulmand zum Gladbacher Kader passen?

Grundsätzlich spricht einiges dafür. Hjulmand bevorzugt technisch saubere Spieler, möchte aktiv Fußball spielen und passt seine Grundordnung an das vorhandene Personal an. Er ist also kein Trainer, der zwingend eine bestimmte Formation benötigt.

Gleichzeitig wäre seine Spielidee keineswegs eine einfache Lösung. Ein funktionierendes Gegen Pressing verlangt Disziplin, abgestimmte Laufwege und hohe Konzentration. Genau dort zeigte Borussia zuletzt erhebliche Probleme.

Hinzu kommt seine Bundesliga-Erfahrung. Hjulmand trainierte Mainz 05 und übernahm im September 2025 Bayer Leverkusen. Mit Dänemark erreichte er bei der Europameisterschaft 2021 sogar das Halbfinale. Sein Name wäre deshalb deutlich mehr als nur eine exotische Traineridee.

Noch ist Hjulmand nur ein Gedankenspiel

Wichtig bleibt: Es gibt derzeit keinen belastbaren Hinweis darauf, dass Borussia Mönchengladbach mit Kasper Hjulmand verhandelt. Deshalb wäre es verfrüht, ihn bereits als möglichen neuen Borussia-Trainer zu präsentieren.

Sollte die sportliche Entwicklung unter Eugen Polanski allerdings nicht schnell in die richtige Richtung gehen, dürfte die Diskussion um Alternativen weitergehen. Und rein von seiner Fußballidee wäre Hjulmand ein Name, über den man am Niederrhein durchaus nachdenken könnte.

Was meint Ihr? Würde Kasper Hjulmands Spielidee zu Borussia Mönchengladbach passen – oder sollte Polanski unabhängig vom Fehlstart weiter die nötige Zeit bekommen? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare und verfolgt auf Torelf.de unsere weiteren Analysen rund um Borussia Mönchengladbach.

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