RB Leipzig – Borussia Mönchengladbach 3:0: Ein Ergebnis, das nicht die ganze Geschichte erzählt.

Borussia Mönchengladbach ist mit einer Niederlage in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Beim RB Leipzig gab es ein 0:3, das am Ende durchaus verdient war. Trotzdem erzählt das nackte Ergebnis nicht die komplette Geschichte. Vor allem zu Beginn zeigte Borussia, dass sie Leipzig Probleme bereiten kann. Nach der Pause änderte sich das Bild allerdings deutlich.

Borussia beginnt mutig in Leipzig

Die Mannschaft von Eugen Polanski versteckte sich zunächst keineswegs. Gladbach versuchte, nach Ballgewinnen schnell nach vorne zu spielen und kam selbst zu gefährlichen Situationen.

Die größte Möglichkeit hatte Hugo Bolin in der 21. Minute. Sein Abschluss wurde von Leipzigs Torhüter Maarten Vandevoordt noch entscheidend berührt und landete am Innenpfosten. Anschließend verhinderte der Keeper auch noch, dass Tim Kleindienst an den Ball kam.

Für mich ist das die erste Schlüsselszene des Spiels. Geht Borussia hier mit 1:0 in Führung, bekommt die Partie möglicherweise eine völlig andere Dynamik.

Stattdessen schlug Leipzig kurz darauf zu. In der 26. Minute vollendete Ridle Baku eine Kombination mit Tidiam Gomis zum 1:0. Danach übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle.

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Nusas Treffer verändert das Spiel

Borussia ging trotzdem mit einem überschaubaren 0:1-Rückstand in die Kabine. Damit war nach der Pause eigentlich noch alles möglich.

Doch bereits in der 49. Minute folgte meine zweite Schlüsselszene. Antonio Nusa bekam auf der linken Seite zu viel Raum und traf sehenswert zum 2:0.

Das Tor war technisch stark, aus Gladbacher Sicht aber ebenso ärgerlich. Gerade unmittelbar nach der Halbzeit darf einem Spieler mit Nusas Qualität nicht dieser Platz zum Abschluss gegeben werden.

Danach wurde der Unterschied zwischen beiden Mannschaften wesentlich deutlicher.

Moritz Nicolas verhindert Schlimmeres

Leipzig erspielte sich nun mehrere hochkarätige Möglichkeiten. Dass Borussia nicht schon früher deutlich zurücklag, war vor allem Moritz Nicolas zu verdanken.

Der Gladbacher Torhüter parierte innerhalb weniger Minuten mehrfach stark und verhinderte damit eine noch höhere Niederlage. Diese Leipziger Druckphase ist meine dritte Schlüsselszene, weil sie schonungslos zeigte, wie sehr Borussia nach dem zweiten Gegentor die Kontrolle verloren hatte.

In der 66. Minute fiel schließlich doch das 3:0. Ausgerechnet der ehemalige Gladbacher Rocco Reitz traf gegen seinen früheren Verein, vorbereitet vom kurz zuvor eingewechselten Christopher Nkunku.

Die Expected-Goals-Werte unterstreichen die Leipziger Überlegenheit: 3,96 zu 1,02 xGoals zugunsten der Gastgeber.

Mein Fazit: Die erste Halbzeit als Ansatzpunkt nehmen

Ein 0:3 zum Saisonstart sieht natürlich nicht gut aus. Trotzdem würde ich nach einem Spiel in Leipzig noch nicht alles infrage stellen.

Die Anfangsphase hat gezeigt, dass Borussia mutig auftreten und selbst Chancen kreieren kann. Problematisch war vielmehr, dass diese Leistung nicht über längere Zeit gehalten werden konnte. Nach dem Seitenwechsel wurden die Ballverluste häufiger, die Abstände größer und Leipzig bekam viel zu viele Möglichkeiten.

Genau daran muss Eugen Polanski jetzt arbeiten.

Denn beim ersten Heimspiel gegen die SV Elversberg braucht Borussia eine Reaktion. Die guten Ansätze aus Leipzig müssen über einen wesentlich längeren Zeitraum auf den Platz gebracht werden.

Wie habt ihr das 0:3 in Leipzig gesehen? War die erste Halbzeit ein Grund zur Hoffnung oder macht euch der Einbruch nach der Pause Sorgen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare – und schaut regelmäßig bei TorElf vorbei, wenn ihr die Saison von Borussia Mönchengladbach gemeinsam mit mir verfolgen wollt.

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