Eugen Polanski nicht mehr Gladbach-Trainer: Die Hintergründe der Trennung bei Borussia Mönchengladbach.

Borussia Mönchengladbach hat nach dem katastrophalen Start in die Bundesliga-Saison 2026/27 die Konsequenzen gezogen: Eugen Polanski ist nicht mehr Cheftrainer der Fohlen. Nach drei Niederlagen aus den ersten drei Ligaspielen und dem deutlichen 0:5 beim SC Freiburg endet seine Amtszeit nach knapp einem Jahr. Übergangsweise übernimmt Jan-Moritz Lichte die Mannschaft.

Drei Spiele, null Punkte – die Defensive bricht auseinander

Der unmittelbare Auslöser ist die sportliche Bilanz. Borussia startete mit einer 0:3-Niederlage bei RB Leipzig, verlor anschließend zu Hause mit 3:4 gegen Aufsteiger SV Elversberg und ging nun in Freiburg mit 0:5 unter.

Damit steht Gladbach nach drei Bundesliga-Spieltagen bei null Punkten und 3:12 Toren. Besonders alarmierend ist die Defensive: Zwölf Gegentreffer in nur drei Partien machten deutlich, dass die Mannschaft bislang keine Stabilität gefunden hat.

Gerade das Elversberg-Spiel dürfte intern schwer gewogen haben. Borussia führte bereits mit 3:1 und gab die Partie dennoch vollständig aus der Hand. Schon danach wurde Polanskis Arbeit deutlich kritischer hinterfragt.

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Schröder hatte bereits Veränderungen verlangt

Dabei war Polanski im Sommer noch einmal ausdrücklich das Vertrauen ausgesprochen worden. Nach Platz zwölf in der vergangenen Saison hatte Sportchef Rouven Schröder entschieden, mit dem 40-Jährigen weiterzumachen. Gleichzeitig wurde allerdings der Trainerstab deutlich umgebaut.

Mit Jan-Moritz Lichte und Markus Gellhaus bekam Polanski neue erfahrene Assistenten. Schröder hatte damals deutlich gemacht, dass es sportlich kein einfaches „Weiter so“ geben dürfe und Borussia wieder mutiger und offensiver auftreten müsse.

Genau diese Entwicklung war zum Saisonstart jedoch kaum zu erkennen.

Freiburg offenbar der endgültige Wendepunkt

Nach dem 0:5 in Freiburg vermied Schröder erstmals ein klares Bekenntnis zu seinem Trainer. Er kündigte Gespräche mit Polanski, der Mannschaft und dem Mannschaftsrat an und stellte öffentlich die Frage, wie Borussia möglichst schnell wieder zu Punkten kommen könne.

Nur einen Tag später war die Entscheidung gefallen.

Bei der Bewertung sollte allerdings nicht alles Polanski angelastet werden. Borussia hat mit Verletzungen und Problemen im Kader zu kämpfen. Gleichzeitig offenbarte die Mannschaft große Schwierigkeiten im zentralen Mittelfeld und in der Defensivorganisation. Auch einzelne Neuzugänge konnten die entstandenen Lücken bisher nicht schließen.

Ein Jahr mit Höhen und Tiefen

Polanski hatte im September 2025 zunächst interimistisch für Gerardo Seoane übernommen. Nach einer Erfolgsserie wurde er im November zum festen Cheftrainer befördert und erhielt einen Vertrag bis 2028. In seiner ersten Saison stabilisierte er Borussia zumindest so weit, dass der Klub mit Abstand zur Abstiegszone auf Platz zwölf landete.

Der Fehlstart in die neue Saison war nun jedoch zu schwerwiegend.

Für Borussia beginnt damit erneut sehr früh in einer Saison die Suche nach einer neuen sportlichen Richtung. Jan-Moritz Lichte übernimmt zunächst – doch die entscheidende Frage lautet bereits: Wer wird der nächste Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach?

Wie bewertet Ihr die Trennung von Eugen Polanski? War der Schritt nach drei Spielen notwendig – oder hätte Borussia ihm mehr Zeit geben müssen? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare.

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