Novorizontino 2:1 Sport Recife: Drei Schlüsselszenen zeigen, warum der Leão wieder einen Rückschlag kassiert.

Nach dem überzeugenden 3:0 gegen América-MG sollte der nächste Schritt folgen. Doch ausgerechnet im direkten Duell mit Novorizontino zeigte Sport Recife wieder jene Schwächen, die den Leão in dieser Série-B-Saison immer wieder Punkte kosten.

Die 1:2-Niederlage in Novo Horizonte war dabei keineswegs unglücklich. Sport hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte daraus aber kaum Kontrolle entwickeln. Novorizontino presste aggressiver, gewann entscheidende Duelle und kam insgesamt zu 24 Abschlüssen. Sport brachte es lediglich auf zwölf.

Schlüsselszene 1: Rômulo bestraft die fehlende Kontrolle

Sport begann durchaus ordentlich. Diego Hernández sorgte zunächst für etwas Gefahr und Juan Alano versuchte, das Spiel aufzubauen. Doch mit zunehmender Spielzeit erhöhte Novorizontino den Druck.

Sport bekam insbesondere das Zentrum nicht mehr geschlossen. Zé Gabriel und Willian Oliveira fanden weder gegen den Ball noch im eigenen Aufbau ausreichend Zugriff.

In der 41. Minute folgte die Strafe: Luís Oyama fand Rômulo, der sich trotz mehrerer Gegenspieler Raum verschaffte und aus der Distanz abschloss. Thiago Couto sah dabei nicht gut aus – der Ball war durchaus haltbar.

Für mich war dieses 0:1 die erste Schlüsselszene, weil sie den gesamten Verlauf der ersten Halbzeit zusammenfasste: Sport hatte den Ball, Novorizontino hatte die Kontrolle.

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Schlüsselszene 2: Die Wechsel verändern zu wenig

Trainer Gilmar Dal Pozzo reagierte zur Pause und brachte Dudu für Clayson. Später kamen unter anderem Augusto Pucci, Biel und Zé Roberto.

Doch das grundlegende Problem blieb bestehen.

Sport hatte enorme Schwierigkeiten, sich aus dem Pressing der Gastgeber zu lösen. Selbst einfache Pässe und Ballannahmen misslangen. Gleichzeitig blieb Perotti vorne über weite Strecken isoliert.

Gerade nach dem guten Auftritt gegen América-MG war das enttäuschend. Statt den Schwung mitzunehmen, fiel Sport wieder in alte Muster zurück. Auch Dal Pozzo gelang es diesmal nicht, mit seinen Veränderungen entscheidend Einfluss auf die Begegnung zu nehmen.

Schlüsselszene 3: Das 0:2 entscheidet das Spiel

In der 76. Minute wurde die Partie praktisch entschieden.

Nach einer Hereingabe von Diego Galo traf der eingewechselte Matheus Bianqui per Kopf zum 2:0. Wieder bekam Sport die Situation defensiv nicht sauber geklärt.

Erst ganz spät kam noch einmal Hoffnung auf. Zé Roberto köpfte nach einem Freistoß an die Latte, Perotti reagierte beim Abpraller am schnellsten und erzielte in der 90. Minute das 1:2. Der Treffer wurde nach Überprüfung bestätigt.

Doch mehr war nicht mehr möglich.

Mein Fazit als Sport-Fan

Die Niederlage ist vor allem deshalb ärgerlich, weil sie zeigt, wie weit Sport noch von echter Konstanz entfernt ist.

Nach dem 3:0 gegen América-MG hatte man kurz das Gefühl, der Leão könnte endlich einen Lauf starten. Gegen einen direkten Konkurrenten um die Spitzenplätze folgte jedoch wieder der Rückschritt.

Positiv bleibt eigentlich nur Perotti. Selbst in einem schwachen Spiel steht der Mittelstürmer dort, wo ein Torjäger stehen muss.

Sport bleibt bei 38 Punkten und muss jetzt aufpassen, im Kampf um die Aufstiegsplätze nicht erneut Boden zu verlieren. Am 5. September wartet auswärts gegen Ceará bereits die nächste schwere Aufgabe.

Wie habt ihr die Niederlage gegen Novorizontino gesehen? War es nur ein schlechter Abend – oder zeigt dieses Spiel, dass Sport noch nicht stabil genug für den Aufstieg ist? Schreibt eure Meinung in die Kommentare und verfolgt auf TorElf die nächsten Analysen rund um den Leão!

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