Borussia Mönchengladbach – Mainz 05: Drei Schlüsselszenen beim wilden 3:4.
Borussia Mönchengladbach wartet weiter auf den ersten Punkt der Bundesliga-Saison 2026/27. Beim 3:4 gegen den 1. FSV Mainz 05 zeigte die Borussia zwar eine Reaktion auf das 0:5 in Freiburg, offenbarte aber erneut entscheidende Schwächen. Drei Schlüsselszenen zeigen, warum Gladbach trotz drei eigener Treffer wieder ohne Punkte blieb.
1. Frühe Führung – aber keine Kontrolle
Der Start machte zunächst Hoffnung. Bereits in der 12. Minute ging Borussia in Führung. Lukas Ullrich zog aus der Distanz ab, Florian Neuhaus hielt den Fuß hinein und lenkte den Ball zum 1:0 ins Mainzer Tor.
Gerade nach drei Niederlagen zum Saisonstart hätte dieses Tor Sicherheit geben können. Stattdessen benötigte Mainz nur sechs Minuten für die Antwort. Sheraldo Becker brachte den Ball zu Phillip Tietz, der aus kurzer Distanz das 1:1 erzielte.
Noch bitterer wurde es unmittelbar vor der Halbzeit. Eine Flanke von Anthony Caci fand Becker im Zentrum – und der Mainzer hatte zu viel Platz. Sein Kopfball bedeutete in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 1:2.
Die erste Schlüsselszene ist deshalb weniger ein einzelner Moment als Borussias Umgang mit der Führung: Gladbach bekam den gewünschten Start, konnte daraus aber keine Kontrolle über das Spiel entwickeln.
2. Diks scheitert – Lidberg antwortet
Nach der Pause drängte Gladbach auf den Ausgleich. In der 57. Minute bot sich die große Gelegenheit. Nach einem Handspiel von Tietz und VAR-Eingriff entschied Schiedsrichter Robert Hartmann auf Elfmeter.
Kevin Diks trat an – und traf nur den Pfosten.
In einer Mannschaft, die zuvor drei Bundesliga-Spiele verloren hatte, hätte dieser Fehlschuss zum nächsten Rückschlag werden können. Doch diesmal zeigte Borussia eine unmittelbare Reaktion.
Nur zwei Minuten später brachte Ullrich den Ball zum langen Pfosten. Dort stand Isac Lidberg frei und erzielte das 2:2. Für den Neuzugang war es sein erstes Bundesliga-Tor für Borussia.
Gerade diese Phase zeigte, dass sich die Mannschaft trotz der schwierigen Situation nicht aufgegeben hatte. Das Spiel war wieder offen.
3. Mainz entscheidet das Spiel nach Standards
Doch Borussia konnte den Schwung nicht nutzen. In der 78. Minute führte eine Mainzer Ecke zum nächsten Rückstand. Kaishu Sano brachte den Ball noch einmal an den zweiten Pfosten, wo der eingewechselte Eric Martel zum 2:3 einköpfte.
Elf Minuten später fiel die Vorentscheidung – erneut nach einer Ecke. Moritz Nicolas konnte einen Kopfball von Stefan Posch zunächst abwehren, doch Danny da Costa verwertete den Abpraller zum 2:4.
Bemerkenswert: Martel und da Costa waren beide erst in der 65. Minute eingewechselt worden. Mainz bekam damit von der Bank genau die entscheidenden Impulse.
Shuto Machinos verwandelter Foulelfmeter zum 3:4 in der Nachspielzeit machte es noch einmal spannend. Für den Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr.
Fazit: Die Moral stimmt – die Fehler bleiben
Das 3:4 gegen Mainz war anders als das deutliche 0:5 in Freiburg. Borussia erzielte drei Tore, kam nach dem verschossenen Elfmeter zurück und kämpfte bis zur letzten Minute. Neuhaus traf, Lidberg feierte sein erstes Bundesliga-Tor für Gladbach und Machino verkürzte spät.
Das Ergebnis bleibt trotzdem ernüchternd: Nach vier Bundesliga-Spielen steht Borussia weiterhin ohne Punkt da. Besonders problematisch sind die inzwischen 16 Gegentore.
Jetzt seid ihr gefragt: Welche der drei Schlüsselszenen war für euch beim 3:4 gegen Mainz entscheidend? Und was muss Borussia am dringendsten verändern? Schreibt eure Meinung in die Kommentare und verfolgt TorElf für weitere Analysen rund um Borussia Mönchengladbach.

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