Alexander Blessin zu Gladbach? Wer er ist und ob sein Fußball zum Borussia-Kader passt.

Alexander Blessin wird mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht. Noch ist damit allerdings nicht gesagt, dass der 53-Jährige tatsächlich der neue Trainer am Niederrhein wird. Interessanter ist deshalb zunächst eine andere Frage: Wer ist Alexander Blessin – und würde seine Spielidee überhaupt zum aktuellen Gladbach-Kader passen?

Vom RB-Nachwuchs über Belgien bis in die Bundesliga

Blessins Trainerlaufbahn unterscheidet sich von vielen klassischen Bundesliga-Karrieren. Mehrere Jahre arbeitete er im Nachwuchs von RB Leipzig, ehe er 2020 den Schritt ins Ausland wagte und KV Oostende in Belgien übernahm.

Danach folgten Stationen beim CFC Genua und bei Union Saint-Gilloise. In Belgien feierte Blessin 2024 mit Union den Pokalsieg. Anschließend ging es zurück nach Deutschland zum FC St. Pauli.

Seine verschiedenen Stationen zeigen zumindest eines: Blessin kennt unterschiedliche Ligen und musste seine Vorstellungen immer wieder an neue Mannschaften und Voraussetzungen anpassen.

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Wie lässt Alexander Blessin spielen?

Besonders interessant für Borussia Mönchengladbach ist seine taktische Ausrichtung. Blessin hat häufig mit einer Dreierkette gearbeitet. Je nach Gegner und vorhandenen Spielern können daraus beispielsweise ein 3-4-2-1 oder ein 3-5-2 entstehen.

Noch wichtiger als die Formation ist jedoch die grundsätzliche Idee.

Blessins Mannschaften sollen intensiv gegen den Ball arbeiten, den Gegner unter Druck setzen und nach Ballgewinnen möglichst schnell nach vorne kommen. Pressing, Gegenpressing und vertikales Umschalten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Das wäre für Gladbach durchaus eine Veränderung.

Passt Blessins System zum Gladbach-Kader?

Auf dem Papier gibt es einige interessante Möglichkeiten. Für eine Dreierkette besitzt Borussia verschiedene Optionen. Auch die Außenbahnen könnten in einem System mit offensiven Wingbacks eine wichtige Rolle übernehmen.

Im Mittelfeld wäre wiederum Laufstärke gefragt. Spieler wie Philipp Sander oder Jens Castrop könnten deshalb interessant werden.

Besonders spannend wäre allerdings der Angriff. Mit Tim Kleindienst, Isac Lidberg und Shuto Machino verfügt Borussia über mehrere Mittelstürmer mit unterschiedlichen Qualitäten. Dazu kommen offensive Spieler wie Franck Honorat, Robin Hack oder Nicolas Kühn.

Ein schnelles Umschaltspiel könnte einigen dieser Spieler entgegenkommen.

Es gibt aber auch ein Risiko

Intensives Pressing funktioniert nur als Mannschaft. Stimmen die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nicht, kann der Gegner die erste Pressinglinie überspielen – und plötzlich entstehen große Räume.

Gerade bei einer Borussia, die defensiv Stabilität benötigt, wäre deshalb entscheidend, dass Blessin seine Ideen nicht einfach kopiert, sondern an den vorhandenen Kader anpasst.

Dass er grundsätzlich zu Anpassungen bereit ist, hat seine bisherige Trainerlaufbahn gezeigt. Nicht jede seiner Mannschaften spielte permanent mit maximalem Angriffspressing.

Blessin und Gladbach: eine interessante Kombination?

Alexander Blessin wäre jedenfalls kein Trainer, bei dem lediglich der Name auf der Bank ausgetauscht würde. Seine Fußballidee könnte Veränderungen bei Formation, Pressing und Umschaltspiel mit sich bringen.

Ob diese Ideen tatsächlich zu Borussia Mönchengladbach passen, lässt sich allerdings erst beantworten, wenn man sieht, wie sie auf den vorhandenen Kader übertragen werden.

Und ohnehin gilt weiterhin: Solange Borussia eine Verpflichtung nicht offiziell bestätigt, bleibt Blessin ein Kandidat.

Was meint ihr? Würde Alexander Blessins Fußball zur aktuellen Gladbacher Mannschaft passen? Welche Formation würdet ihr mit diesem Kader spielen lassen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare und folgt TorElf für weitere Analysen rund um Borussia Mönchengladbach.

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